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Am 29. Februar 2024 findet ab 17 Uhr der Musikalisch-Literarische Abend in der Aula statt. Für das leibliche Wohl sorgen unsere 12er. Die Eröffnung der Galerie auf dem Flur zur Aula bereits ab ca. 16:30 Uhr.

Georg Cantor (03.03.1845 - 06.01.1918)

“In der Mathematik ist die Kunst des Fragen stellens wichtiger, als die des Lösens.”

Cantors Kindheit und Jugend

Georg Cantor wurde am 03.03.1845 in St. Petersburg geboren. Sein Vater, Georg Woldemar Cantor, betrieb in der damaligen russischen Hauptstadt ein Maklergeschäft. Drei weitere jüngere Geschwister Ludwig, Sophie und Constantin gehörten zur Familie. Cantor besuchte die Elementarschule, bis er und seine Familie 1856 nach Frankfurt a. Main umzogen. Dort wurde er von seinem Vater kurzzeitig auf eine Privatschule geschickt, um später an das Gymnasium in Wiesbaden zu wechseln. Schon früh wurde Cantor bewusst, dass er Mathematik studieren wollte, doch sein Vater war dagegen. Er war der Meinung, dass er als Ingenieur besser dran wäre als Mathematiker. Gegen den Wunsch seines Vaters besuchte Cantor seit Ostern 1859 die “Höhere Gewerbeschule des Großherzogtums Hessen”. Nach Absolvierung der allgemeinen Klassen legte Cantor seine Abschlussprüfung ab. Mittlerweile hatte er die Zustimmung seines Vaters zum Mathematikstudium errungen.

Studienzeit

Sein Studium begann er im Herbst 1862 an der Universität in Zürich. Nach dem ersten Semester musste er das Studium abbrechen, da sein Vater im Sterben lag und Cantor nach Hause zurückkehren musste. Das nächste Semester setzte er aus. Nach dem Tod seines Vaters setzte er es an der “Friedrich-Wilhelms-Universität” in Berlin fort und besuchte Vorlesungen in Mathematik, u.a. bei Kronecker. Im Jahre 1866 unterbrach er das Studium für ein weiteres Semester, um Vorlesungen in Göttingen über Philosophie, Physik und Mathematik zu hören. Doch bereits ein Jahr später reichte er seine Doktorarbeit über unbestimmte Gleichungen zweiten Grades ein. Am 14. November 1867 legte Cantor seine mündliche Prüfung ab und bestand sie mit dem Prädikat “mit großem Lob”.

Arbeit

Georg Cantor gilt als der Begründer der Mengenlehre. Er kämpfte ein Leben lang für ihre Anerkennung, doch konnte er durch seine Krankheit seit 1884 dieses Werk nicht mit voller Kraft durchsetzen.1868 Staatsprüfung für das höhere Lehramt

  • 1872: Hauptarbeit über trigonometrische Reihen in Halle
  • 1873: Beweis einer eineindeutigen Zuordnung zwischen den natürlichen und positiv rationalen Zahlen
  • 1874: Beweis der Abzählbarkeit der algebraischen Zahlen wurde im Crelleschen Journal veröffentlicht.
  • 1877: Beweis einer eineindeutigen Zuordnung zwischen den Punkten eines Einheitsquadrates und den irrationalen Zahlen
  • 1879-1883: Arbeit mit dem Titel “Über lineare unendliche Punktmanigfaltigkeiten”, die in sechs Teile gegliedert war

Auf den Spuren von Georg Cantor