

Lernen durch Engagement ist seit über vier Jahren an unserer Schule als Unterrichtsmethode in Ethik, Religion und auch in einem WoU-Kurs verankert. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit einer Aufgabe, die für andere Menschen von Bedeutung ist, entwickelten eigene Ideen und setzten diese praktisch um. Auf diese Weise konnten sie erfahren, dass ihr Handeln wirklich etwas bewirken kann. Gleichzeitig stärkten sie wichtige Fähigkeiten wie Projektmanagement, Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit und Kommunikation mit außerschulischen Akteuren.
Am 16.10. haben Augusta, Chelsea, Nino und Ruben aus den Klassenstufen 10 und 11 zwei LdE-Projekte aus dem Religions- und Ethikunterricht (Smartphone-Schulung für Senioren sowie „Nachhaltigkeit am Beispiel der Erdbeere“ in der Grundschule) auf einer Fortbildung für Lehrkräfte aus ganz Sachsen-Anhalt vorgestellt und viele Fragen dazu beantwortet. Für alle vier hat sich gezeigt, dass ihr Engagement nicht nur für den Kooperationspartner von Bedeutung war, sondern auch ihnen etwas gebracht hat, was man sonst so im Unterricht nicht lernen könne, zum Beispiel sich in Geduld zu üben, jemanden anzurufen oder sich auf den realen Bedarf von älteren Menschen oder Grundschulkindern einzulassen.
Bereits am 25.09. hat der WoU-Kurs „Lernen durch Engagement und Moderne Medien“ (LdE) am ersten Stadtteil- und Erntedankfest für das Quartier „Am Ludwigsfeld“ teilgenommen. Dabei wurden Kinder und Eltern über Mediennutzung informiert, es gab Rätsel, Ausmalbilder und dabei interessante Erkenntnisse zu den Medien, die Grundschulkinder derzeit nutzen. Für viel Interesse sorgte das große Pinguinmaskottchen. Es soll nicht sein letzter öffentlicher Auftritt bleiben.
Hervorzuheben ist der Einsatz der beiden Zwölftklässler Vincent K. Kopp und Robert Handke, die zusammen mit Sissy Li und Adrian Elias Naumann, das Stadtteilfest musikalisch „umrahmten“ und Stücke aus unterschiedlichen Epochen darboten und sogar noch kleine Einführungen dazu gaben. Für viele war dies das Highlight des Festes, an dem sich neben Schulen, Vereine, WIR-Festival, HFC-Fanprojekt, HWG und weitere Akteure aus der südlichen Innenstadt präsentierten. Das Quartett kann auch gebucht werden unter kolinaha-musik@web.de.
Ein weiterer Höhepunkt war am 01.10. unser Projekttag zum Thema Inklusion. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 erhielten dabei die Möglichkeit, unterschiedliche Lebensrealitäten kennenzulernen und Barrieren im Alltag selbst zu erfahren. Eine kleine Gruppe konnte in der „Sensorischen Welt“ erkunden, wie es ist, blind zu sein. Außerdem besuchten die Jugendlichen den Werkstattladen der Behindertenwerkstätten Halle und informierten sich über die dort hergestellten Produkte und beschäftigten sich mit der aktuellen Debatte um Werkstätten. Besonders eindrucksvoll war auch das Erproben von Alltags- und Sportrollstühlen. Dabei wurde deutlich, dass die Fortbewegung mit einem Rollstuhl in vielen Situationen besondere Anforderungen stellt. Gleichzeitig konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, wie viel Spaß Sport und Bewegung auch mit einem Rollstuhl machen können.
Ich möchte herzlich allen beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie für den Inklusionstag Frau von Seggern, Frau Tuchardt und Herrn Franz und vor allem „Rollschulsport macht Schule“ danken.