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Abiturjahrgang 2025
Geschrieben von: Herr Berger
Datum: 24. Juni 2025
Kategorien: Traditionen , Sonstiges

„Zwischen Genie und Wahnsinn“

Am 20.06.2025 erhielten unser diesjähriger Abiturjahrgang ihre Reifezeugnisse. Alle 62 Abiturientinnen und Abiturienten konnten beglückwünscht werden: Insgesamt erreichten sie einen Durchschnitt von 1,67. Zehn von ihnen hatten einen Schnitt von 1,0 und 71 % aller Geprüften eine 1 vor dem Komma. Das ist eine herausragende Leistung, mit der sie alle zur Leistungsspitze an anderen Gymnasien zählen würden:

  • Elias Peschek
  • Jette Pohl
  • Felix Müller
  • Benjamin Schwibs
  • Leif Erik Fischer
  • Arthur Ahrens
  • Johannes Rische
  • Friedrich Nojack
  • Thilo Schmidt
  • Florian Solero

Das Ende ihrer Schullaufbahn begann mit der Mottowoche ab 21. März 2025, in der sie bunt kostümiert ihre letzten Unterrichtsstunden verleben. Die Themen dieser Tage waren:

  • Meme und Alles außer Rucksack
  • Kindheitshelden
  • Zeitreise
  • Lehrpersonen
  • Plan B für die Zukunft

Der letzte Schultag - der Tag des Abistreich - am 28.03.2025 stand dann unter dem Motto: „Zwischen Genie und Wahnsinn“. Das Schulhaus wurde traditionell schon am Vorabend „verwüstet“: Hefter und Tests der Oberstufe lose im Schulhaus verteilt, Memes über die Lehrer erstellt und Luftballons verteilt. Zudem wurde der gesamte Schulhof mit Kronkorken übersät, welche schon viele Jahre gesammelt wurden. Währenddessen gab es zudem an diesem Donnerstagabend das Lehrergrillen, bei dem die Schülerinnen und Schüler einen geselligen Abend mit ihren Lehrkräften verbrachten.

Am Freitagmorgen wurden dann alle jüngeren Jahrgänge mit Rasierschaum, Sprühhaarfarbe und viel Lippenstift empfangen. In den ersten drei Unterrichtsstunden störten die 12er zahlreich den Unterricht, spielten Galgenraten oder Switch und entführten die Lehrkräfte aus ihren Klassen. In der 4. Stunde fand dann das traditionelle Abiprogramm statt, bei dem die 12er gegen ihre Lehrkräfte antraten. Unter anderem gab es eine Runde Geoguessr, Wettkampf-Portraitzeichnen und wie immer einen Gesangscontest mit Frau Jacob.

Nach diesem ganzen Spaß stand dann aber der Ernst an: Die Abiturprüfungen, welche in einem straffen Zeitplan erfolgreich absolviert werden mussten.

Am 20.06.2025 konnten alle ihr Reifezeugnis erhalten. Die musikalische Rahmung übernahmen in diesem Jahr der Schulchor und die Schulband, welche Believer von den Imagine Dragons und Killer Queen von Queen performten.

Unser Schulleiter Herr Dr. Gorsler blickte anschließend in seiner Rede auf die vergangenen acht Schuljahre des Jahrgangs zurück. Zwischen Genie und Wahnsinn erkannte er nicht nur bei Albert Einstein und dem verrückten Hutmacher aus Alice im Wunderland, sondern auch im diesjährigen Abiturjahrgang. Sie zeigten schon immer Neugier und klares Denken, waren leistungsbereit und lebensnah. Dabei verloren sie nie die Zuversicht und ein passendes Timing. Dies zeigte sich auch zuletzt, als ihr Abiball schon eine Woche vor Verleihung der Abiturzeugnisse im Volkspark stattfand.

Anschließend bezog sich unser Schulleiter auf das Sachbuch Akadämlich - Warum die angebliche Bildungselite unsere Zukunft verspielt von Zümrüt Gülbay-Peischard. Sie schreibt darin, dass die heutigen Studierenden zwar studierfähig seien, aber charakterlich nicht. Viel Kritik würde geäußert, aber eine Selbstreflexion finde nicht statt. Studierende, die mehr als das Minimum tun, seien eine Rarität geworden. Herr Dr. Gorsler ist jedoch sicher, dass all unsere Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2025 solche Raritäten sein werden. Ihr Engagement zeigten sie schon immer zahlreich in den Musik-Arbeitsgemeinschaften, im Theater, beim MuLi-Abend oder zuletzt dem Abifiz. Auch die neue Tradition des Vorleseabends setzten sie erfolgreich fort. Emma, Leif, Jette, Gero und Elias waren jahrelange tatkräftige Mitglieder des Schülerrates und prägten dort das Schulleben. In diesem Engagement

Weiterhin blickte unser Schulleiter auf Ereignisse der Schulzeit zurück: Da waren Klassenfahrten in den Spreewald, nach Bremerhaven, Prag, Wien und Binz. Es gab Exkursionen ins Belantis und ins Tropical Island, das Schulfest 2023 unter dem Motto Gemeinsam gegen das Ungerechte oder das Ballonprojekt zum 35-jährigen Schuljubiläum. Zum Abschluss der Rede dankte er den Eltern sowie allen Lehrkräften und Mitarbeitenden der Schule, dass sie diesen Jahrgang zu dem gemacht haben, was er ist. Ein besonderer Dank ging dabei an die Tutorinnen Frau von Seggern, Frau Selisko und Frau Härtig sowie dem Oberstufenkoordinator Herr Dr. Koch. Herr Gorslers letzte Worte an den Abiturjahrgang lauteten: Werden Sie, wer Sie sind.

Danach übernahm Oberstufenkoordinator Herr Dr. Koch und übergab den ersten Teil der Sonderpreise für die besten Abiturleistungen im Land. Dies waren in diesem Jahr:

  • Gesellschaft deutscher Chemiker für das beste Chemie-Abitur: Arthur Ahrens
  • Deutsche physikalische Gesellschaft für das beste Physik-Abitur: Arvid Ruhland
  • Deutsche Mathematiker Vereinigung für herausragende Leistungen im Mathematik-Abitur: Benjamin Schwibs
  • Deutscher Altphilologenverband für die Leistungen im Latein-Abitur: Jette Pohl
  • Vorschläge des Schulleiters für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes: Elias Peschek und Arthur Ahrens

Einen weiteren Teil der Ehrungen übernahm Frau Dr. Goldberg vom eLeMeNTe e. V., welcher erfolgreiche Leistungen bei den MINT-Landeswettbewerben ehrte. Bevor sie zur Ehrung der Preisträger überging, lobte sie den gesamten Jahrgang für sein Engagement in den MINT-Wettbewerben und für die grandiosen Abiturergebnisse. Sie zolle Hochachtung vor diesem Fleiß. Alle Preisträger werden im Jahresheft mit einem Portrait vorgestellt, 5 der diesjährigen 10 Portraits sind GCG-Schüler:

  • Elias Peschek
  • Arthur Ahrens
  • Jens Remus
  • Arvid Ruhland
  • Benjamin Schwibs

Dann folgte endlich der Höhepunkt der gesamten Feierstunde: die Verleihung der Reifezeugnisse. Alle Abiturienten nahmen freudestrahlend ihre Zeugnisse von Herrn Dr. Gorsler in Empfang. Auch die Tutorinnen der Oberstufe konnten letzte persönliche Worte an ihre Schülerinnen und Schüler richten. Danach legte unser Oberstufenkoordinator Herr Dr. Koch den weiteren Verlauf des Nachmittags in die Hände der Abiturienten selbst. 

Zunächst übernahmen Nelly Adelmeyer und Leonore Richter die Danksagungen an unsere Kolleginnen und Kollegen. Besonderer Dank ging an die Musiklehrer für die Musik-AGs und Events, die Tutorinnen in der Oberstufe, Herrn Urbainczyk für seine Fotoarbeiten - auch auf dem Abiball. Weiterhin an Herrn Plinke, Frau Felke als immer helfende Hand, Frau Kretzschmar und Frau Reinhardt für ihre offenen Ohren im Sekretariat und an die Schulleitung mit Herrn Dr. Gorsler, Frau Schapitz und Herrn Dr. Koch.

Danach übernahm Leonore Richter zusammen mit Gero Schneider das Wort. Direkt zu Beginn ihrer Rede verkündeten sie ein großes Ziel: Ihre Abirede sollte länger als die vom Schulleiter werden. Sie begannen mit ihrem Rückblick auf die Schulzeit im Jahre 2017, als sie zu uns ans GCG kamen, plötzlich alles so groß war und der Schulweg plötzlich viel weiter. Sie dankten dabei den damaligen und später folgenden Klassenleitern: Frau Henke, Frau Tuppack, Herr Stein, Herrn Bader, Frau Thiemann, Frau Möller, Frau Opel-Fritzlar, Frau Berthelmann und Frau Rinke. Zu ihr hatten sie auch eine witzige Anekdote parat: Als Frau Rinke für längere Zeit ausfiel, übersendete die Klasse ihr Karten mit schnellen Genesungswünschen. Erst später stellt sich heraus, dass sie schwanger war und dann waren der Klasse die Karten doch ein wenig peinlich.

In der 7. Klasse zeigte sich in diesem Jahrgang ein Novum: Erstmals gab es zwei Französisch-Klassen, zum Schock der Lateinlehrerinnen. Später erwartete alle in der Schule ein Schock: die Corona-Pandemie, welche auch den diesjährigen Abiturjahrgang in den Online-Unterricht und BigBlueButton zwang. Dazu massenweise E-Mails mit Hausaufgaben und irgendwann Anrufe einer der Chemie-Lehrerinnen bei den Eltern, dass ja die Hausaufgaben nicht gemacht wurden. Diese Anrufe wirkten wohl bis in die Oberstufe nach, als deutlich weniger Schülerinnen und Schüler als sonst in den Chemie-Leistungskurs wollten. Jedoch waren alle froh, als die Lockdown-Maßnahmen endeten, im Sportunterricht endlich keine Spaziergänge durchs Viertel mehr anstanden und die Einbahnstraßenregelung im Schulhaus die weiten Umwege beendete. In der 8. Klasse konnte dann auch die Kennenlernklassenfahrt nachgeholt werden.

Nach einem Rückblick auf alle Klassenfahrten und welche Geheimnisse dort über die Lehrkräfte aufgedeckt wurden, dankten die beiden Redner Leonore und Gero der gesamten Elternschaft, welche zum Leben erwachte Brotbüchsen säuberten, Schulprojekte am späten Abend retteten, auf Klassenfahrt nie angerufen wurden und doch immer bereit waren und in der Coronazeit teils selbst Lehrer waren. Abschließend folgte noch ein Rückblick auf die Freiheiten der Oberstufe, welche Risiken dies hatte, dass es ja keine verrückten Vertretungen wie Sport bei Frau Schapitz gab und wie Herr Schlender einmal die Schülerinnen und Schüler lange rätseln ließ, wer die Fressfeinde des Kängurus seien (es gibt keine).

Zum Ende ihrer Rede richteten die beiden den Blick auf den Jahrgang. Sie erkannten eine bunte Mischung an Persönlichkeiten mit angenehmer Atmosphäre. Leonore wird vor allem der Einblick in die verschiedenen Sichtweisen und Lebenswelten zukünftig fehlen. Gero hob hervor, dass es zwar immer Wettbewerb gab - miteinander und mit sich selbst - trotzdem sollen alle auch in Zukunft an ihren eigenen Weg und Erholungspausen denken. Wie Leo sagte: Das Leben ist eine Reise. Als letzte Worte verkündete Gero noch einmal den Dank an alle Anwesenden für ihre Unterstützung auf dem Weg zum Schulabschluss und dass es alle Absolventen verdient haben, diesen erreicht zu haben.

PS: Zeitlich haben die beiden Abitur-Redner Herrn Gorsler nicht schlagen können - sie verblieben bei knapp über 35 Minuten, während der Schulleiter rund eine Unterrichtsstunde füllte.

Abschließend sangen alle zusammen Should Auld Acquaintance.